Bevor du kommst
Häufige Fragen
Zwölf Fragen, die vor dem ersten Treffen gestellt werden. Kurz beantwortet, ohne Kleingedrucktes.
Was kostet das?
Für eine feste Gruppe sind fünfundzwanzig Euro im Monat üblich. Den Preis legt fest, wer die Gruppe leitet — bei uns heißen diese Menschen Hüterin oder Hüter. Deshalb ist er nicht überall gleich. Was deine Gruppe kostet, steht auf der Seite der Hüterin oder des Hüters, bevor du irgendwo klickst. Der Preis steht vorher fest und hängt nicht davon ab, wie dringend jemand etwas braucht. Günstiger sind die offenen Treffen: Das Abo für offene Treffen kostet 5 € im Monat und gilt für alle offenen Treffen, egal wer sie leitet. Wer Mitglied einer Gruppe ist, hat es ohnehin dabei.
Muss ich jede Woche kommen?
Es ist ein Treffen pro Woche, und es sind immer dieselben Menschen. Wenn du fehlst, fragt niemand nach und niemand schreibt dir hinterher. Nur ehrlich gesagt: Wer dreimal hintereinander fehlt, verliert den Anschluss. Das ist keine Regel, das passiert einfach, wenn acht Menschen ohne dich weiterreden.
Ist das Therapie?
Nein. Hier wird nichts behandelt und nichts festgestellt, und niemand gibt vor, das zu können. Wer eine Gruppe leitet, ist darauf geprüft, zu merken, wann jemand hier nicht richtig ist — und verweist dann weiter, mit Adressen und nicht mit einem guten Rat. Wenn du in Behandlung bist, kannst du trotzdem kommen. Die Gruppe ersetzt die Behandlung nicht.
Muss etwas Schlimmes passiert sein, damit ich herkomme?
Nein. Der häufigere Grund ist der leisere: Es läuft, es ist nichts kaputt, und es fehlt jemand, mit dem man regelmäßig darüber redet, ohne gleich ein Problem daraus zu machen.
Was passiert bei so einem Treffen?
Der Ablauf ist immer derselbe, und er ist das Einzige, was zugesagt wird. Fünf Teile: Anfangsrunde — Reihum ein Satz, wie es einem geht. Impuls — Ein Gedanke, eine Frage, eine Übung. Austausch — Der Hauptteil, mit Abstand der längste. Schlussrunde — Reihum ein Satz: Was nehme ich mit? Ausblick — Das nächste Treffen, dann Schluss. Wie lang ein Treffen dauert, entscheidet, wer die Gruppe leitet — empfohlen sind sechzig Minuten. Wie lang es bei dir ist, steht auf der Seite deiner Hüterin oder deines Hüters.
Wie viele Menschen sind das?
Acht bis zehn. So viele, wie an einen Tisch passen und einander noch sehen — bei mehr redet die Hälfte nicht mehr, bei weniger wird es ein Gespräch zu zweit mit Publikum.
Muss ich etwas von mir erzählen?
In einer festen Gruppe kommt jeder zu Wort — das ist der Unterschied zu einem offenen Treffen, bei dem das nicht versprochen wird. Wie viel du sagst, entscheidest du selbst, und niemand wird zu etwas gedrängt, das er nicht will.
Ist das online oder vor Ort?
Beides gibt es. Manche Gruppen treffen sich in einer Stadt, andere am Bildschirm, und manche Hüterinnen und Hüter bieten beides an. Was für welche Gruppe gilt, steht bei der Gruppe.
Kann ich erst einmal zuschauen?
Ja, und das ist der übliche Weg. Dafür gibt es die offenen Treffen: Treffen ohne feste Gruppe, zu denen jeder kommen kann. Die ersten drei kosten dich nichts, wenn du sie innerhalb von vier Wochen ab dem ersten besuchst. Du brauchst nur ein Konto, damit die Person, die das Treffen leitet, weiß, wer dabei ist. Danach brauchst du das Abo für offene Treffen: 5 € im Monat, gültig für alle offenen Treffen. Man sieht einem Menschen dabei zu, wie er arbeitet, und entscheidet danach — das sagt mehr als jede Selbstbeschreibung.
Wie lange binde ich mich?
Eine Gruppe ist auf drei Monate angelegt, das sind rund zwölf Treffen. Danach entscheidest du, ob du weitermachst. Gebunden bist du deswegen nicht. Du kannst zum Monatsende kündigen, ohne Rückfrage und ohne Anmeldung, und in den ersten vierzehn Tagen widerrufen statt zu kündigen — dann bekommst du alles zurück.
Wer leitet die Gruppe, und ist die Person geprüft?
Eine Hüterin oder ein Hüter — so heißen bei uns die Menschen, die eine Gruppe leiten. Es ist immer dieselbe Person mit Namen und Gesicht, kein wechselndes Team. Bevor jemand bei uns eine Gruppe leiten darf, gibt es ein Kennenlerngespräch. Danach gelten feste Regeln: wen die Person nicht begleiten darf, wann sie weiterverweisen muss und dass sie ihre eigene Arbeit einmal im Monat mit jemand Erfahrenem bespricht. Wie sie ihre Gruppe leitet, entscheidet sie selbst — die Sicherheitsregeln legt Ehala fest.
Was, wenn mit der Person, die meine Gruppe leitet, etwas schiefläuft?
Dann gibt es einen Weg, der nicht über sie läuft: die Beschwerde. Sie steht in der Fußzeile jeder Seite, du musst dich dafür nicht anmelden, und du kannst sie anonym schicken. Eine Beschwerde über einen Menschen bei genau diesem Menschen einreichen zu müssen, ist der häufigste Grund, warum niemand sich beschwert.