Hüterin oder Hüter werden
Die Einzelheiten zum Nachlesen
Hier steht ausführlich, was auf der Hüterseite nur kurz vorkommt: worauf wir achten, was die Ausbildung lehrt, woher deine Mitglieder kommen, was du für unseren Anteil bekommst und was passiert, wenn du eine Zeit lang nicht kannst.
Das Kennenlerngespräch: worauf wir achten
Nicht alle fangen hier an. Wer eine Gruppe leiten will, führt vorher ein Kennenlerngespräch — eher eine Bewerbung als eine Anmeldung. Es geht nicht um Zeugnisse.
Worauf wir dabei achten, steht hier, damit du es vorher lesen kannst. Wer sich daran selbst prüfen kann, muss nicht geprüft werden.
- Erzählen andere dir von sich aus Dinge?Belegt am eigenen Leben, nicht behauptet.
- Was machst du mit einer Pause?Im Gespräch selbst prüfbar. Wer jede Stille füllen muss, kann schwer zuhören, ohne gleich eine Lösung anzubieten.
- Dein Schmerzpunkt — abgeschlossen oder offen?Nicht: keine Schmerzen. Sondern abgeschlossen genug, dass er in der Gruppe nicht ansteckend wird.
- Wie redest du über Menschen, die du nicht magst?Der schnellste Test auf Verachtung — und Verachtung ist das Einzige, was sich nicht ausbilden lässt.
- Was willst du hier?Wer eine Bühne sucht, sagt es in Nebensätzen.
- Verträgst du Widerspruch?Wir widersprechen einmal ehrlich und schauen, was passiert.
- Hast du dich selbst schon einmal verloren — und wiedergefunden?Wer den Weg zurück selbst gegangen ist, weiß, wie viel dabei abgebaut werden musste. Und wird niemandem etwas aufbauen wollen.
Ein Nein ist ein Urteil über einen Zeitpunkt, nicht über einen Menschen. Wir sagen dazu, was sich ändern müsste.
Was die Ausbildung lehrt
Eine Ausbildung musst du nicht mitbringen. Die Ausbildung bekommst du bei uns, und die Unterstützung hört auch später nicht auf.
Sie schreibt dir keine Methode vor. Verbindlich ist nur die Grenze — also, wo du aufhörst. Dazu gehören vier Fragen, die für alle gleich gelten.
- Woran erkenne ich, dass jemand hier falsch ist?
- Wie verweise ich weiter, ohne dass es sich wie ein Rausschmiss anfühlt?
- Wie leite ich ein Treffen, ohne mich selbst mitreißen zu lassen?
- Was tue ich, wenn es jemandem mitten im Treffen plötzlich sehr schlecht geht?
Daneben übst du das Fragen selbst: eine Frage so weit zu zerlegen, dass ein Mensch sich selbst eine Antwort gibt. Dafür gibt es keine Methode zum Nachlesen — man lernt es, indem jemand zusieht und danach etwas dazu sagt.
Am Ende steht keine Prüfung und kein Test — es gibt nichts abzufragen. Stattdessen sitzt irgendwann jemand Erfahrenes bei einem deiner Treffen dabei, hört zu und sagt dir danach etwas dazu. Das kostet dich nichts: Ehala nimmt für Ausbildung, Supervision und die nächste Stufe kein Geld, sondern lebt von seinem Anteil an dem, was du später verdienst.
Danach: jeden Monat Supervision
Einmal im Monat besprichst du deine Arbeit mit jemand Erfahrenem — das ist Supervision. Verpflichtend, nicht auf Zuruf, nicht nur, wenn es gerade passt, und nicht erst, wenn etwas schiefgegangen ist. Wer allein andere begleitet, hat niemanden, mit dem sich ein schwerer Fall besprechen lässt — daran werden Menschen in diesem Beruf still schlechter, ohne dass es jemandem auffällt.
Vier Grenzen, die für alle gelten
Ehala schreibt nicht vor, wie gearbeitet wird. Ehala legt fest, wo Schluss ist.
Wie du arbeitest, entscheidest du — mit Fragen, mit Stille, mit Bildern, mit deiner eigenen Geschichte. Nur vier Dinge gelten für alle, ohne Ausnahme.
- Der Ablauf jedes Treffens
- Fünf Teile, jedes Mal. Der Ablauf schreibt dir keine Methode vor, nur einen Rahmen: dass alle zu Wort kommen, dass es einen Anfang gibt und einen sauberen Schluss.
- Die Ausschlussgründe
- Wer nach dem Vorgespräch nicht hierher passt, kommt nicht in die Gruppe. Das ist keine Auswahl nach Sympathie, sondern eine feste Liste, an die du dich hältst — auch wenn dir die Person gefällt.
- Die Pflicht, weiterzuverweisen
- Mit Adressen zur Hand, verbindlich, und es wird nachgefragt. Wenn du merkst, dass jemand mehr braucht, als du leisten kannst, gibst du ab. Das gehört zur Arbeit und ist kein Scheitern.
- Supervision jeden Monat
- Verpflichtend. Nicht auf Zuruf, nicht nur, wenn es gerade passt, und nicht erst, wenn etwas schiefgegangen ist.
Je freier du arbeitest, desto fester müssen diese Grenzen sein. Wer gezielt infrage stellt, was ein Mensch über sich glaubt, greift tief ein — und das kann in beide Richtungen gehen.
Wichtig vorher: Deine Adresse steht öffentlich
Wer in deine Gruppe kommt, schließt den Vertrag mit dir und nicht mit uns. Deshalb stehen dein Name, eine ladungsfähige Anschrift, eine Telefonnummer und eine E-Mail-Adresse öffentlich in deinem Impressum — für die meisten heißt das die eigene Wohnadresse, ein Postfach reicht nicht. Das ist keine Regel von uns, sie gilt für alle Selbstständigen. Eine Geschäftsadresse gibt es ab zehn Euro im Monat, und als Telefonnummer reicht eine zweite Nummer über eine App.
Was für alle gilt und was du frei entscheidest
Über den Inhalt gibt es genau einen Satz, der hier für alle gilt: Es kommt nichts dazu. Es geht etwas weg. Das heißt: Es geht darum, abzubauen, was ein Mensch über sich übernommen hat — nicht darum, ihm etwas beizubringen.
Beides war immer da. Der Schatten ist nicht das Fehlende, sondern das Weggesperrte — und die Arbeit ist nicht, ihn hinzuzufügen, sondern aufzuhören, ihn zu verstecken.
Wie du dorthin kommst, entscheidest du. Mit Fragen, mit Stille, mit Atem, mit Bildern, mit deiner eigenen Geschichte — davon schreiben wir dir nichts vor, und wir kontrollieren es auch nicht.
Der Grund ist nüchtern: Niemand kann einen anderen Menschen zwingen, genauso zu arbeiten wie er selbst. Eine vorgeschriebene Methode wäre ein Versprechen, das schon beim ersten Treffen nicht mehr stimmt — deshalb ist die Freiheit hier echt. Wenn du in einem Jahr anders arbeitest als heute, musst du das mit niemandem absprechen.
Was du selbst bestimmst
Wie oft ihr euch trefft, wie lange ein Treffen dauert, wie viele dabei sind und was es kostet — alle vier Dinge bestimmst du. Wir empfehlen: wöchentlich, sechzig Minuten und 25 € im Monat. So ist es im System voreingestellt, aber es ist keine Vorschrift.
Bei der Gruppengröße gibt es keine Obergrenze. Wenn hundert Menschen zu dir kommen wollen, können hundert Menschen kommen — es heißt dann nur anders und kostet anders. In einer festen Gruppe kommen alle zu Wort. Ein offenes Treffen verspricht das nicht und kann dafür beliebig groß sein.
Das ist keine Großzügigkeit. Feste Zeiten und ein vorgegebener Preis sind rechtlich Zeichen einer Anstellung, und die Folgen davon trägt Ehala, nicht du. Deine Freiheit schützt also auch uns — deshalb bleibt sie, und wir nehmen sie nicht wieder zurück.
Verbindlich ist der Ablauf, nicht die Dauer. Fünf Teile, immer dieselben. Wer bei dir war und danach bei jemand anderem, erkennt den Ablauf wieder — auch wenn das Treffen doppelt so lang ist. Mehr kann eine Marke bei dieser Arbeit nicht zusichern, und deshalb liegt nur das fest.
- Anfangsrunde13 %
Reihum ein Satz dazu, wie es einem gerade geht. Keine Kommentare, keine Rückfragen.
- Impuls10 %
Wer die Gruppe leitet, bringt etwas mit: einen Gedanken, eine Frage oder eine Übung. Kurz.
- Austausch60 %
Der Hauptteil: Gespräch in der ganzen Gruppe oder in kleinen Gruppen, oder jemand bringt ein eigenes Thema mit.
- Schlussrunde12 %
Reihum ein Satz: Was nehme ich mit? Keine Diskussion mehr.
- Ausblick5 %
Das nächste Treffen, dann Schluss.
Woher deine Mitglieder kommen
Die ehrlichste Frage an ein Modell wie dieses ist nicht, was es kostet. Sie lautet: Woher kommen die Menschen? Wer schon einmal allein etwas aufgemacht hat, kennt die Antwort — meistens nirgendwoher, und meistens endet es daran.
Alle Mitglieder können mit ihrem Monatsbeitrag zu allen offenen Treffen kommen. Nicht nur zu denen ihrer eigenen Hüterin oder ihres eigenen Hüters, sondern zu allen. Ein gemeinsamer Kalender, alle Themen, jede Woche, von allen, die bei Ehala eine Gruppe leiten. Wer nur zu den offenen Treffen will und in keine Gruppe, zahlt dafür einen eigenen, kleinen Monatsbeitrag: das Abo für offene Treffen.
Für ein offenes Treffen selbst bekommst du kein Geld. Das Geld aus diesem Abo bleibt bei uns und bezahlt die Übertragung. Bezahlt wirst du für deine Gruppe — und wer aus einem offenen Treffen dorthin kommt, zahlt dort an dich. Wir hatten lange vor, nach Anwesenheit auszuzahlen. Dann hätte die Zahl der Zuhörer den Betrag bestimmt, und genau das soll hier nirgends passieren.
Für dich heißt das: Du leitest ein offenes Treffen, und dort sind Menschen, die dich nicht kennen und nie nach dir gesucht hätten. Wer bleiben will, kommt danach in deine Gruppe. So wirst du hier gefunden — nicht über eine Bewertung und nicht über einen Platz in einer Rangliste, sondern weil du da bist und arbeitest. Sortiert wird nach Thema und Termin, mehr gibt es nicht zu gewinnen.
Die zweite Quelle fällt weniger auf und wirkt länger: Deine Seite liegt auf unserer Domain und wird dort gefunden. Was du schreibst, stärkt die Adresse, unter der du erreichbar bist — und nicht ein Konto, das dir jemand anders abschalten kann.
Woran es meistens scheitert
Aus fünf Jahren Erfahrung mit Gruppen: Es scheitert fast nie an zu wenig Wissen. Es scheitert an vier Dingen, und bei allen vieren geht es ums Weglassen — um etwas, das man nicht tun soll.
- Aushalten, statt gleich zu lösen
- Aushalten, dass jemand weint, schweigt oder wütend ist, ohne es wegmachen zu wollen. Der Reflex, etwas geradezurücken, ist der häufigste Fehler von Menschen, die gern helfen.
- Das Gespräch leiten, ohne es an sich zu reißen
- Redezeit verteilen, freundlich unterbrechen, die Stillen hereinholen — und dabei nicht selbst die Person werden, um die es geht.
- Nicht die Hauptfigur sein
- Von sich erzählen, um zu öffnen. Nicht, um zu beeindrucken.
- Merken, wenn das Gehörte einen selbst trifft
- Und es in die Supervision mitnehmen statt ins Treffen. An dieser Stelle wird die eigene Geschichte vom Werkzeug zur Last.
Weil es ums Weglassen geht, lernt man es nicht aus Büchern. Man lernt es, indem jemand zusieht und danach etwas dazu sagt. Genau so ist die Ausbildung gebaut, und genau deshalb hört sie nicht auf, wenn du deine erste Gruppe leitest.
Was von Ehalas Anteil übrig bleibt
Bei einem Monatsbeitrag von 25 € behält Ehala 6,25 €. Davon gehen 2,50 € an die Person, die dich ausgebildet hat und weiter begleitet. Ein Euro ist Umsatzsteuer. 63 Cent kostet der Zahlungsanbieter — diese Gebühr trägt Ehala, obwohl eigentlich du verkaufst und sie sonst bei dir anfiele. Übrig bleiben 2,12 € je Mitglied und Monat.
Dafür erreichst du Menschen, die du allein nie erreicht hättest: Alle Mitglieder können mit ihrem Monatsbeitrag zu allen offenen Treffen kommen, egal, wer sie bei Ehala leitet. Für ein offenes Treffen selbst bekommst du kein Geld. Du lernst dort Menschen kennen, die dich noch nicht kennen — und wer danach in deine Gruppe kommt, zahlt dort an dich.
Was du für Ehalas Anteil bekommst
Videoraum, Zahlung, Termine, Rechnungen — das kannst du dir auch selbst zusammenstellen, an einem Wochenende und für fünfzehn Euro im Monat. Das ist bequem, aber dafür allein wäre ein Anteil zu viel. Wir haben ehrlich nachgerechnet, was bleibt: Es sind zwei Dinge.
Das eine sind die Menschen, die du allein nie erreicht hättest — über die offenen Treffen, von denen weiter oben die Rede ist.
Das andere ist die Supervision. Wer allein andere begleitet, hat niemanden, mit dem sich ein schwerer Fall besprechen lässt. Das ist keine Nachlässigkeit, so ist dieser Beruf gebaut — und deshalb brennen Menschen darin aus oder werden still schlechter, ohne dass es jemandem auffällt. Einmal im Monat besprichst du deine Arbeit mit jemand Erfahrenem. Verpflichtend, auch wenn gerade nichts wehtut.
Und ein Drittes, das gegen dich arbeitet und trotzdem auf diese Liste gehört: der Beschwerdeweg an dir vorbei. Niemand soll sich bei der Person beschweren müssen, um die es geht. Das ist der wichtigste Schutz im ganzen System und der beste Grund, dem Ganzen zu trauen — auch an dem Tag, an dem es dich trifft.
Dazu kommt der Rest. Nützlich, aber nicht der eigentliche Grund:
- Die Technik
- Anmeldung, Zahlung, Videoraum, Erinnerungen, Abrechnung, Steuerunterlagen. Du musst nicht mehr entscheiden, welches Kalendersystem, welcher Zahlungsanbieter, welche Videoplattform.
- Deine Seite
- Porträt, Geschichte, Themen, Formate, Beiträge, Referenzen — unter deinem Namen, mit deiner Farbe, ohne dass du selbst eine Website baust.
- Versicherung und das Rechtliche
- Verträge, die schriftliche Abgrenzung zur Heilkunde (also zu Therapie und Behandlung), die Adressenliste fürs Weiterverweisen, das Sicherheitskonzept dahinter.
- Geschäftsmodell und Material
- Ein fertiges Geschäftsmodell mit durchgerechneten Zahlen — statt es allein zu erfinden und dabei die Fehler zu machen, die alle machen.
Wenn du eines Tages das Gefühl hast, für all das nichts zu bekommen, ist Ehalas Anteil nur noch eine Gebühr. Dann gehst du, sobald du genug eigene Mitglieder hast — und es gibt keine Klausel, die dich festhält. Das ist Absicht: Wer Menschen mit Klauseln festhält, verliert die Guten zuerst.
Wie die Zahlen gerechnet sind
Die Beträge auf der Hüterseite sind mit 25 € im Monat je Mitglied gerechnet — dem Preis, den wir empfehlen. Festlegen tust du ihn selbst. Es sind Rechnungen, keine Erfahrungswerte: Sie zeigen, was bei einer bestimmten Gruppengröße herauskommt, nicht, dass du sie erreichst. Keine Zahl ist ein Durchschnitt, und keine sagt, dass jemand acht Mitglieder findet.
Nach oben gibt es keine Grenze. Wie viele Mitglieder deine Gruppe hat, bestimmst du, und ein offenes Treffen hat überhaupt keine Obergrenze. Die Beispiele sind klein gewählt, weil eine kleine Gruppe der Normalfall ist und nicht die Ausnahme — nicht, weil mehr nicht vorgesehen wäre.
Ehalas Anteil wird von dem Preis berechnet, den du selbst festgelegt hast. Er gilt nur für laufende Monatsbeiträge von Menschen, die du begleitest. Nie für Ausbildungsgebühren, nie für einen Eintritt, nie für eine Mindestabnahme.
Die genaue Höhe steht in der Vergütungsordnung, zusammen mit dem Weg, auf dem sie geändert werden kann. Du kannst sie lesen, bevor du dich für irgendetwas entscheidest.
Was wir nicht tun
- Keine Exklusivität
- Was du daneben machst, ist deine Sache. Wir wollen nicht dein einziger Auftraggeber sein — das wäre auch rechtlich der Anfang vom Ende.
- Keine Kundenschutzklausel, kein Wettbewerbsverbot, keine Sperrfrist
- Wenn du gehst, dürfen deine Mitglieder mitgehen. Mit genau solchen Klauseln haben vergleichbare Systeme ihren Leuten weggenommen, was sie aufgebaut hatten.
- Kein Startpaket, kein Mindestumsatz, keine Pflicht, Material zu kaufen
- Niemand muss etwas kaufen, um verdienen zu dürfen.
- Keine Prämie fürs Anwerben neuer Leute
- Verdient wird an laufenden Monatsbeiträgen von Menschen, die du begleitest. Nie an einer Ausbildungsgebühr, nie an einem Eintritt. Genau hier verläuft die rechtliche Grenze zum Strukturvertrieb.
- Kein Vergütungsplan, der sich über Nacht ändert
- Die Vergütungsordnung ist öffentlich. Ändert sie sich, erfährst du es 6 Monate vorher — und für Mitglieder, die dann schon in deiner Gruppe sind, gilt der alte Satz weiter, bis sie gehen. Einkaufen musst du dich dafür nie.
- Keine Bewertungen und keine Rangliste
- Sortiert wird nach Thema. Gemessen wird trotzdem — wie lange Mitglieder bleiben, Anwesenheit, Supervision, Beschwerden —, aber nur intern und nie als öffentliches Urteil über einen Menschen.
Das ist unbequem, und es ist Absicht. Wer Menschen mit Klauseln festhält, verliert die Guten zuerst. Du sollst also nur bleiben, solange es sich für dich lohnt — und wenn es das eines Tages nicht mehr tut, sollst du gehen können, ohne etwas zurückzulassen.
Vier Stufen und was du auf jeder darfst
Jede Stufe legt fest, was du anbieten darfst: welche Formate (feste Gruppe, offene Treffen, Einzelbegleitung, vor Ort, eigenes Angebot) und welche Themen. Einen größeren Anteil an dem, was andere einnehmen, bringt dir eine Stufe nie. Und keine Stufe begrenzt, wie groß deine Gruppe sein darf. Ab Stufe 2 gehört Supervision dazu: Einmal im Monat besprichst du deine Arbeit mit jemand Erfahrenem.
- Stufe 1
- In Ausbildung. Ist in den Gruppen anderer dabei, leitet keine eigene und verdient noch nichts.
- Stufe 2
- Eine Gruppe, online, beliebig groß. Supervision jeden Monat, Pflicht.
- Stufe 3
- Mehrere Gruppen, offene Treffen, Einzelbegleitung, vor Ort.
- Stufe 4
- Darf ausbilden und Menschen auf Stufe 1 dauerhaft begleiten.
Wie du die nächste Stufe erreichst
Was du auf jeder Stufe darfst, steht weiter oben: welche Formate und Themen — nie ein größerer Anteil an dem, was andere einnehmen, und keine Gruppengröße. Hier steht, was für jede Stufe vorliegen muss.
- Stufe 1
- Kennenlerngespräch
- Stufe 2
- Drei Monate auf Stufe 1, und jemand Erfahrenes hat bei einem deiner Treffen zugeschaut
- Stufe 3
- Supervision, ein Treffen, bei dem jemand zugeschaut hat, und die Zahlen deiner Gruppen aus sechs Monaten
- Stufe 4
- wie Stufe 3, dazu eigene Ausbildereignung
Für die nächste Stufe zählt, was sich belegen lässt: Supervision, die du gemacht hast, ein Treffen, bei dem jemand Erfahrenes zugeschaut hat, und die Zahlen deiner eigenen Mitglieder — wie lange sie bleiben, wie oft sie da sind, was sie zurückmelden. Alle drei müssen gleichzeitig stimmen. Eine Schwäche lässt sich nicht mit einer Stärke ausgleichen: Wer eine Gruppe gut leitet, aber die Mitglieder nach zwei Monaten verliert, kommt nicht auf die nächste Stufe. Und umgekehrt.
Wenn du eine Pause brauchst
Du kannst deine Gruppe pausieren, ohne dass sie endet. Du meldest eine Pause, deine Mitglieder bekommen eine kurze, ruhige Nachricht, die Monatsbeiträge werden angehalten, die Gruppe bleibt bestehen, und niemand verliert seinen Platz. Du musst nichts erklären, du verlierst keine Stufe, und nichts wird vermerkt.
Der Grund dafür ist nüchtern: Wenn eine Pause teuer ist, arbeiten Menschen weiter, obwohl sie es nicht sollten. Genau das wollen wir am wenigsten — und die Supervision allein fängt es nicht auf, weil sie nur einmal im Monat stattfindet und eine Krise nicht auf den Termin wartet.
Du wirst Wochen haben, in denen du keine Gruppe leiten kannst. Dass das vorgesehen ist, ist keine Freundlichkeit. Es ist der Unterschied zwischen einem Beruf und einer Verpflichtung, die man nie ablegen darf.
Häufige Fragen
- Muss ich nach eurer Methode arbeiten?
- Nein, es gibt auch keine. Fest ist nur die Richtung: abbauen, was ein Mensch über sich übernommen hat, statt ihm etwas beizubringen. Wie du dorthin kommst, entscheidest du. Verbindlich sind vier Dinge: der Ablauf jedes Treffens, die Ausschlussgründe, die Pflicht weiterzuverweisen und die Supervision jeden Monat.
- Muss ich eine Ausbildung haben?
- Nicht vorher. Die Ausbildung bekommst du bei uns — vorher zählt nur das Kennenlerngespräch und ob Menschen dir von sich aus Dinge erzählen. In der Ausbildung lernst du keine feste Methode, sondern zweierlei: wo deine Grenze ist — woran du merkst, dass jemand hier falsch ist, wie du weiterverweist, wie du ein Treffen leitest, ohne dich selbst mitreißen zu lassen — und das Fragen selbst, also eine Frage so weit zu zerlegen, dass ein Mensch sich selbst eine Antwort gibt.
- Woher kommen die Mitglieder?
- Zum Teil bringst du sie mit — am Anfang ehrlicherweise der größere Teil. Dazu kommen die offenen Treffen: Alle Mitglieder können mit ihrem Monatsbeitrag zu allen offenen Treffen kommen. Wenn du eines leitest, lernen dich dort Menschen kennen, die dich vorher nicht kannten. Für das offene Treffen selbst bekommst du kein Geld — bezahlt wirst du für deine Gruppe, und wer von dort in deine Gruppe kommt, zahlt dort an dich.
- Muss ich alles über Ehala laufen lassen?
- Nein. Es gibt keine Exklusivität. Was du daneben machst, ist deine Sache — und wenn du gehst, dürfen deine Mitglieder mit dir gehen.
- Muss ich etwas kaufen, um anzufangen?
- Nein. Kein Startpaket, kein Mindestumsatz, keine Pflicht, Material zu kaufen. Und niemand bekommt einen Cent dafür, jemanden in die Ausbildung zu bringen.
- Muss meine Adresse öffentlich stehen?
- Ja, und das sagen wir lieber vorher als nachher. Wer in deine Gruppe kommt, schließt den Vertrag mit dir und nicht mit uns — deshalb müssen dein Name, eine ladungsfähige Anschrift, eine Telefonnummer und eine E-Mail-Adresse öffentlich in deinem Impressum stehen. Für die meisten heißt das die eigene Wohnadresse; ein Postfach reicht nicht. Das ist keine Regel von uns, sie gilt für alle Selbstständigen. Unsere Anschrift können wir dir nicht leihen — sie wäre nicht ladungsfähig, und wir müssten für die falsche Angabe geradestehen. Was es gibt: Geschäftsadressen von Anbietern, zehn bis dreißig Euro im Monat. Die Telefonnummer ist einfacher — eine zweite Nummer über einen Internettelefonie-Anbieter oder eine App kostet nichts, und deine private musst du nirgends angeben.
- Wie viel Zeit kostet das?
- Eine Gruppe im empfohlenen Rhythmus sind vier Treffen im Monat, dazu Vorbereitung und Organisation — grob fünfeinhalb bis sechs Stunden. Über deinen Alltag entscheidet aber nicht die Stundenzahl, sondern die Zahl der Termine.
- Was ist, wenn ich eine Zeit lang nicht kann?
- Dann meldest du eine Pause. Die Monatsbeiträge werden angehalten, die Gruppe bleibt bestehen, niemand verliert seinen Platz, du musst nichts erklären und verlierst keine Stufe. Wenn eine Pause teuer ist, arbeiten Menschen weiter, obwohl sie es nicht sollten — genau das soll hier nicht passieren.
- Brauche ich ein Gewerbe?
- Ja, ab deiner ersten eigenen Gruppe, nicht vorher. Die Anmeldung kostet einmalig meist zwanzig bis sechzig Euro. Gewerbesteuer fällt erst ab 24.500 Euro Gewinn an, die Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG sorgt dafür, dass fünfundzwanzig Euro auch fünfundzwanzig Euro bleiben, und die IHK-Mitgliedschaft ist unterhalb der Freistellungsgrenze beitragsfrei. Der Punkt, den du vorher kennen solltest: Wer im Wesentlichen für einen Auftraggeber arbeitet, ist nach § 2 SGB VI rentenversicherungspflichtig. Wir gehen das im Kennenlerngespräch durch. Das ist recherchiert, keine Beratung — vor einer Unterschrift sollte es gegen den dann geltenden Stand geprüft werden.
Der aktuelle Stand
Was schon fertig ist: das Sicherheitskonzept nach dem Heilpraktikergesetz — Ausschlussgründe, Weiterverweisen, Supervision, schriftlich und verbindlich. Die Vergütungsordnung, für alle lesbar. Der Rechtsträger, also das Unternehmen hinter Ehala. Was noch fehlt, ist der erste Hütervertrag und die Statusfeststellung dazu — dabei prüft die Rentenversicherung, ob du wirklich selbstständig arbeitest. Das geht nach § 7a SGB IV erst, wenn zwei Namen unter einem Vertrag stehen, und es muss vor der ersten Begleitung vorliegen. Deshalb kannst du uns schon kennenlernen, den Vertrag aber noch nicht schließen.
Warum es Ehala überhaupt gibt, steht unter Über uns. Wie das für Mitglieder aussieht, zeigt die Seite Gruppen.
Der nächste Schritt ist das Kennenlernen.