Glossar

Trauma

Heißt Wunde. Nicht das Ereignis ist gemeint, sondern was davon bleibt.

Wie es benutzt wird

„Das war traumatisch“ sagt man über einen schlechten Tag. Gleichzeitig ist Trauma ein schweres Wort aus der Medizin. Beides steht nebeneinander und meint nicht dasselbe.

Was es meint

Das Wort heißt Wunde. Gemeint ist nicht, was passiert ist, sondern was davon geblieben ist: ein Erleben, das zu groß war, um eingeordnet zu werden — und das deshalb nicht in die Vergangenheit rutscht.

Daran ist der Unterschied zu einer schlimmen Erinnerung zu erkennen. Eine Erinnerung ist vorbei; man weiß, wann sie war. Das andere hat kein Datum. Der Körper reagiert, als sei es jetzt, und deshalb hilft es auch nicht, sich zu sagen, dass es lange her ist.

Und es ist ein klinischer Begriff, kein Alltagswort. Wer daran arbeitet, arbeitet in der Heilkunde, und dafür braucht es eine Erlaubnis, die nicht jeder hat. In einem Kreis kann darüber geredet werden — das ist etwas anderes, und es ist nicht wenig. Wer mehr anbietet, überschreitet eine Grenze, die es aus einem guten Grund gibt.

Der Unterschied ist die Zeit. Eine schlimme Erinnerung wird kleiner, wenn du davon erzählst. Das andere wird es nicht — das ist das Zeichen, jemanden zu suchen, der dafür ausgebildet ist.

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